Kernaufgaben

Die Messung der submesoskaligen Variabilität und damit die Entwicklung einer hierarchischen Messstrategie sind die Kernaufgaben der Feldkampagne FESSTVaL. In den Sommermonaten 2020 findet sie am Meteorologischen Observatorium Lindenberg - Richard-Aßmann-Observatorium (MOL-RAO) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Nähe von Berlin statt, initiiert vom Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung (HErZ). In Bezug auf die Quelle submesoskaliger Variabilität konzentriert sich die Messkampagne auf drei Hauptaspekte: Grenzschichtstrukturen, Cold Pools und Windböen.

Messstrategie

Um Phänomene auf der Submesoskala (500 m - 5 km) zu erfassen, wird eine hierarchische Messstrategie umgesetzt. Dazu gehören Windprofilierungsstationen mit einer koordinierten Scanstrategie mehrerer Doppler-Lidare, zwei mobile Profiler zur Messung thermodynamischer Eigenschaften und Niederschläge, mehr als 100 Stationen mit oberflächennahen Messungen von Lufttemperatur und -druck, mehr als 20 automatische Wetterstationen, ein X- Bandradar und eine Reihe von Energiebilanzstationen. Ergänzt wird diese Ausstattung durch das umfangreiche bodengestützte Fernerkundungsarray am MOL-RAO, das vom DWD betrieben wird. Ergänzend dazu wird im Rahmen der Kampagne der Mehrwert eines bürgerwissenschaftlichen Messnetzwerks (citizen science network) mit auf dem "Internet-of-things" basierenden Technologien und kostengünstigen Sensoren untersucht, die von Bürgern gebaut und gewartet werden. Ergänzt werden die Messungen durch hochauflösende Large-Eddy-Simulationen (ICON-LES), die den Standort betrachten.

Ziele

Die mit diesem Aufbau durchgeführten Messungen sind nützlich, um (i) unser Prozessverständnis zu verbessern, (ii) Aspekte konvektionserlaubter Simulationen mit numerischer Wettervorhersage (NWP) zu validieren und (iii) verschiedene Messstrategien und Gerätetypen für die zukünftige Entwicklung von Messnetz-Designs zu vergleichen.


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